Kinderhypnose

Hier mal ein paar ganz private Einblicke in mein Leben. Als Mutter weiß ich, wie wichtig uns unsere Kinder sind und das wir wie Löwinnen immer alles für unsere kleinen und großen Geister geben würden. Da spreche ich definitiv für mich als Mutter. 

Ich möchte Euch mal meine Tochter zitieren: "If I turn into my mother, or even half the Women she is. I'll consider my life a successful one." Was soviel heißt wie: "Wenn ich einmal so werde wie meine Mutter oder nur die Hälfte von der Frau die sie ist, dann kann ich mein Leben als erfolgreich betrachten."

WOW! Das hat mir doch glatt die Tränen in die Augen getrieben. 

Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Omas, liebe Opas, genau DAS oder?

Doch sind es auch solche Aussagen meiner Tochter, die mich haben zurück blicken lassen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr wirklich immer das geben konnte, was sie brauchte. Häufig war ich mit mir und vor allem damit beschäftigt, wie ich als Mutter das Beste für mein Kind geben kann. Die Voraussetzungen waren nicht immer die Besten. ABER ich habe es aus höchstmöglicher Liebe getan, denn auch ich war ja mal Kind und habe meine Prägungen und Muster mitgebracht um mein Kind zu erziehen.

Eine Scheidung und damit der Verlust des Vaters, zumindest räumlich, waren auch für mich keine leichte Entscheidung. Im Grunde habe ich es mir nie leicht gemacht. Dennoch, meine eignen Sorgen haben dazu beigetragen, dass meine Tochter vielleicht nicht immer glücklich war. Nun könnte man sagen, tja wer ist denn schon immer glücklich als Kind!? Nur ist das ja nicht die Frage. 

Was macht es mit unseren Kindern, wenn es uns als Eltern schon Probleme mit dem eigenen Leben zurecht zu kommen bereitet?

Was macht denn eigentlich die Trennung der Eltern mit einem Kind?

Wie wirken sich Schulwechsel auf unsere Kinder aus? (leider habe ich zwei davon meiner Tochter zugemutet)

Was wenn es grausame und gemeine Klassenkameraden oder überforderte Lehrer an der Schule gibt?

Wie fühlt sich ein Kind wenn Mama und Papa streiten?

Das sind nur einige Beispiele die sicherlich viele von uns kennen. Die Frage ist, wie wirken sich all diese Dinge auf unsere Kinder aus. Haben wir immer die Chance und vor allem die Gelegenheit genutzt unseren Kindern den Raum zu geben, den sie brauchen, um Konflikte oder Verletzungen die sie erlebt haben, adäquat verarbeiten zu können? Nehmt Euch mal einen Moment und stellt Euch genau diese Frage. Konntest Du Dein Kind in den Arm nehmen und es auffangen und die Wut oder Trauer mit aushalten?

Seit meiner Begegnung mit der auflösenden Hypnose und damit mir selbst, habe ich mir diese Frage in Bezug auf meine Verantwortung meinem Kind gegenüber mehr als einmal gestellt. Ich musste sie leider auch mit nein beantworten.

Vielleicht war es nicht der richtige Moment, weil ich selbst genervt oder gestresst war und ich habe geschimpft, gesagt das ich jetzt keine Zeit habe oder mein Kind in ihr Zimmer geschickt. 

Das Problem genau diese nicht verarbeiteten Situationen und Emotionen führen schon im Kindes- und Jugendalter zu Blockaden und vor allem großen Stress für unsere Kinder. Symptome, wie Bauchschmerzen bevor es zur Schule geht, Auseinandersetzungen am Morgen und stundenlange Kämpfe vor dem Besuch im Kindergarten. Schlechte Verhaltensweisen wie schimpfen, schreien oder hauen entstehen um sich selbst zu schützen. Kinder machen das ja nicht weil sie böswillig sind, sondern weil sie keine andere Möglichkeit haben sich zu wehren. Manche Kinder ziehen sich auch in ihre eigene kleine Welt zurück und werden ganz still. Das sind dann die Momente in denen wir Eltern hellhörig werden müssen. Denn diese Sypmtome kommen nicht von irgendwoher! Sie sind die ersten Alarmzeichen, dass das Kind gehört werden möchte.

 

Individualbedürfnisse unserer Kinder

Nicht wegzudenken sind die Individualbedürfnisse unserer Kinder, die eben von äußeren Faktoren abhängen. Zu diesen äußeren Faktoren gehören Mutter, Vater, Großelter, Kindergarten, Schule das gesamte soziale Umfeld. Wie werden sie groß. Es geht darum wie ihre Bedürfnisse von Erfolg, Anerkennung, Wertschätzung und Achtung entgegengebracht bekommen. Die Erfüllung der Individualbedürfnisse oder der Mangel an diesen hängt überwiegend davon ab, wie das Bild der Prägung in der Kindheit eines Menschen aussieht.

Ein Kind das in der Erziehung nur kritisiert wird, lernt das es selbst nicht in Ordnung ist. Häufig machen Kinder in den Augen der Eltern Fehler, die sofort in ein Urteil der Gesamtpersönlichkeit des Kindes.

Beispiel:

Das Kind kommt von der Schule nach Hause, es ist eine fünf in der Mathearbeit. Das Kind ist absolut traurig, denn es hat so viel gelernt für diese Mathearbeit. Es kommt nach Hause. Am Abend bei Essen kommt die Arbeit zur Sprache, Papa fragt: "Und wie ist die Mathearbeit ausgefallen?" Der Moment vor dem sich sowieso jedes Kind fürchtet, weil es für Mama und Papa ja alles richtig machen möchte. Meist kleinlaut kommt dann: " Es ist eine fünf." Antwort Vater: "Du bist doch zu dumm. Du hast doch die ganze Zeit gelernt, verstehst Du denn gar nichts?" 

Infolge so einer Verbalisierung von ausschließlich negativer Kritik aufgrund eines Fehlers, kann ein Kind kein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln. Das stetige Versagen von Lob und Anerkennung führt letztlich schon im Kindesalter zu Minderwertigkeitskomplexen. Eine permanent erzwungene blinde Einhaltung von Regeln und Grenzen (die wir Eltern ihnen aufzeigen), zu viel negativer Kritik und fehlende gesunde Wertschätzung, führen dann später im Leben zu einer Unfähigkeit von Selbstreflexion. Man kann sagen, es hat keine Einsicht in das eigene Handeln durch einen gesunden Beziehungsaufbau zwischen Eltern und Kindern statt gefunden.

Kinder wachsen heran mit diesem geringen Selbstwertgefühl.

mehr zum Thema Selbstwert findest du hier: 

 

 

 

 

 

Und das ist der Moment indem sich jede Mutter und jeder Vater überlegen können auf welchen Weg sie ihr Kind bringen!